Freitag, 13. Juli 2012

Shanghai Teil 1

Hallo liebe Leser!


In Shanghai am Flughafen angekommen haben wir gleich die Metro gefunden, mit der wir dann in Richtung Hostel aufgebrochen sind. Die Beschilderung und auch die Ansagen in der Metro sind auf Englisch, sodass wir nicht einmal versuchen mussten, mit Händen und Füßen zu kommunizieren, nur um dann doch in die falsche Richtung geschickt zu werden, weil man nicht zugeben kann, dass man etwas nicht weiß (manche von euch mögen sich hier an Geschichten aus Peking erinnert fühlen)... ;-) Das Hostel ist sehr gemütlich und unser Zimmer wirklich schön. Wir haben sogar ein richtiges Luxusbadezimmer mit Spitzendusche, von der Nina gar nicht genug bekommen kann. :-) 


Am ersten Tag sind wir nach der Ankunft nur noch schnell zum Supermarkt gelaufen, um uns für's Abendessen auf unserer Hostelterrasse einzudecken. Allein das Einkaufen ist immer wieder ein kleines, spannendes und interessantes Abenteuer: es gibt so viele neue Produkte zu bestaunen und zu probieren, dass es schon einmal ein bisschen länger dauern kann, bis man aus den Tiefen der Lebensmittelregale auftaucht und an der Kasse versucht, die Geldscheine mit den richtigen Zahlen zu finden. :-) Nach dem Abendessen haben wir dann auch erst einmal gute 13 Stunden durchgeschlafen. 


Am nächsten Morgen haben wir, wieder auf der Terrasse, gefrühstückt und uns dann auf den Weg zu den ersten Sehenswürdigkeiten gemacht. Unter anderem haben wir Xintiandi besucht, ein Viertel, welches aus ganz alten, jetzt jedoch renovierten typischen chinesischen Häusern besteht und nun eine lebendige Restaurant-, Bar-, Café- und Kultur-Szene besitzt. Überall kann man draußen sitzen und die Wolkenkratzer zwischen den hübschen alten Häuserdächern aufragen sehen, was wirklich ein irres Gefühl ist: wie eine Welt mitten in einer Anderen. Am Abend haben wir uns die spektakuläre Skyline angesehen, die sehr schön vom anderen Ufer des Flusses zu uns herübergeleuchtet hat. Und überall Chinesen um uns herum, die diese Aussicht bestimmt nicht zum ersten Mal fasziniert hat. 


Fasziniert wird auch Nina immer 'mal wieder 'betrachtet', was verschiedene Ausmaße annehmen kann, welche 'mal Stefan, 'mal Nina mehr nerven... Die harmloseste Methode ist dabei wohl das Anstarren, wahlweise mit offenem oder geschlossenem Mund... Kinder werden grundsätzlich von ihren Begleitern dazu angehalten, ebenfalls in unsere Richtung zu starren. Sind wir erst einmal entdeckt worden, so löst das gerne eine Kettenreaktion aus, bis man sich wirklich wie im Zoo, nur auf der falschen Seite der Gitter, fühlt... Nervig sind aber auch die unzähligen Fotos und Videos, die ohne unsere Zustimmung vor allem von Nina ganz unverfroren angefertigt werden. Nicht selten stellt man sich dafür sekundenlang genau vor sie, worauf Stefan sich sehr konsequent in den Weg stellt und/oder mit dem Stinkefinger reagiert und Nina einfach wegguckt oder neuerdings einfach die Zunge herausstreckt... Die Japaner sind ja wenigstens noch so nett und fragen, ob man sich für ein Bild mit ihnen zur Verfügung stellen würde und bedanken sich dann überschwänglich dafür, aber die Chinesen sind da einfach nur plump und dreißt, leider. Also in Peking war das wirklich lange nicht so nervig...


Hier herrschen auch ganz andere Sitten als in westlichen Ländern, zum Beispiel haben wir hier nie Leute gesehen, die Hand-in-Hand gelaufen oder sich in der Öffentlichkeit gar geküsst hätten. Ganz selten wurde sich umarmt, oder ein bisschen angelehnt... Dafür herrschen hier aber wirklich noch Zucht und Ordnung: an öffentlichen Plätzen darf man sich nicht hinlegen, überall sind Überwachungskameras und bevor man die Metrostationen betreten darf, muss das Gepäck durchleuchtet werden. Dafür sind die Chinesen hier aber sehr nett, bis auf die Tatsache, dass sie drängeln und in alle Ecken zu spucken scheinen... ;-) Wir sind aber auch gar nicht mit vielen in Kontakt getreten, da unsere Erfahrungen aus Peking ja gezeigt haben, dass man sich lieber auf den Lonely Planet verlässt, wenn man irgendetwas sucht und meistens kommen wir mit Einheimischen in Kontakt, wenn wir Hilfe brauchen... Na ja, auf den Philippinen wird das schon wieder anders sein und wir kommen ja auch so prima zurecht. :-)


Am Abend zurück im Hostel musste Stefan dann völlig geschockt feststellen, dass seine SD-Fotokarte wohl kaputt war/ist, jedenfalls konnte der Computer sie leider nicht mehr erkennen. Das war ein Schreck! Zum Glück gab es im Internet ein Programm, das die Fotos retten konnte. Wie ihr seht, waren das gut investierte 30 $. Stellt euch das 'mal vor: 800 Bilder, die Ausbeute eines ganzen Tages für mehrere bange Stunden verloren geglaubt!!! Gut, dass das noch einmal gut ging... Langweilig war uns während der Warte-Stunden jedoch nicht, weil dann ein lustiges und sehr interessantes Krabbeltierchen in unserem Zimmer aufgetaucht ist: Seine vielen Beine hatte es aber wohl noch nicht ganz so gut unter Kontrolle, sodass es mehrfach abstürzte (einmal direkt auf Stefans Hand), bis Nina sich schließlich erbarmte, es zu fangen und nett nach draußen zu geleiten. :-)


Schon nach unseren ersten Tagen in Shanghai müssen wir insgesamt feststellen, dass uns die Stadt sehr gut gefällt. Zum einen liegt das bestimmt an der Vielfalt der Architektur, zum anderen bestimmt aber auch daran, dass sie viel sauberer erscheint als zum Beispiel Peking.


Liebe Grüße von zwei westlich aussehenden Menschen in Shanghai!





















Kommentare:

  1. Hallo ihr zwei,

    ich find ja die Skyline sehr bewundernswert und bin total neidisch, dass ich jetzt gerade nicht auch da sein kann :( Aber die Uni geht nunmal vor und es ist ja auch bei mir der Endspurt zu sehen ;)
    Wünsche euch noch eine tolle Zeit und uns Daheim-Gebliebenen noch viele tolle Blog-Einträge und wundervolle Fotos!

    LG Martin

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  2. Wo ist das Bild von dem Krabbeltier? :-) wie wir sehen haben sich die 30$ gelohnt! Darf man sich wirklich nicht vorstellen, dass die Bilder weg gewesen wären....

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  3. Liebe Kinder,

    ich habe schon 2 mal versucht zu schreiben, aber ich habe ein Problem mit diesem blöden Robotabwehrmist!!!! Ich kann diese Buchstaben nicht lesen!!!!!!!!!!!! KRUZITÜRKEN!!!!

    Nungut, unverdrossen versuche ich es eben nochmal:
    Also, seid vorsichtig da, wo ihr seid!
    Herr U., Sie passen mir schön auf Ninalein auf!! Wenn die geklaut wird, ist sie weg...........
    Die Bilder sind toll, das muß ich ja zugeben, andererseits, na Sie wissen ja, was ich von DIESEM China halte.....

    Liebe Grüße
    B. St.

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