Dienstag, 21. August 2012

Abu Dhabi - Dubai

Morgens wurden wir in unserem Hotel in Siem Reap abgeholt und mit einem großen, aber leider bis auf den letzten Platz gefüllten, Bus zur Grenze gefahren. Immerhin durften wir beide zuerst einsteigen und sicherten uns so 'mal direkt zwei Plätze mit mehr Beinfreiheit in der letzten Reihe... ;-) Das muss wohl eine typisch deutsche Denkweise sein, denn an der nächsten Station verfuhren zwei deutsche Studentinnen (Carina und Caroline) ganz genauso: so hatten wir gleich zwei Landsfrauen für unseren Erfahrungsaustausch. Die Zeit verging wie im Flug und nachdem wir alle wie ein Paket einen Bestimmungsort-Adressaufkleber auf unseren T-Shirts hatten ("No sticker - no bus! So don't lose!"), mussten wir an der Grenze auch schon aussteigen. Das Ausreisen war sehr schmerzfrei und nach dem Überqueren einer Brücke im Niemandsland, das erstaunlicherweise mit hochmodernen Casinobauten ausgestattet ist, mussten wir eine Weile anstehen, bis wir endlich noch ein paar weitere Stempel in unseren sich schnell füllenden Reisepässen begrüßen durften. Schwupps anhand des Stickers identifiziert, wurden wir zu einem Touristen-Umschlagplatz mit angeschlossenem Restaurant (was für ein Zufall) gebracht und dort auf Busse verteilt. Die beiden anderen deutschen Mädels wollten auch nach Bangkok und so saßen wir dann auch weiterhin im gleichen Bus. :-) Die beiden haben sich bei einer kurzen Pause allerhand fleischige Leckereien auf dem Markt gekauft, die wirklich seeeehr lecker aussahen, sodass Nina glatt ein bisschen eifersüchtig wurde, ihren Magen aber auch nicht gerade am letzten Tag noch testen wollte, nachdem er sich die letzten sechs Wochen so fantastisch vorbildhaft brav und tolerant verhalten hatte, dabei war sie schon recht mutig, an manchen Stellen...
Der Fahrer hat uns direkt zu einem airport-link in Bangkok gebracht, nur noch eine Station vom Flughafen entfernt, was uns sehr viel Zeit erspart hat! :-) Diese Schnellbahnen in der Höhe wurden von Siemens konzipiert und gebaut: es gibt sogar deutsche Steckdosen in den Zügen und bis genug Thailänder geschult seien, würden auch noch Deutsche die Züge fahren. :-) Es stellte sich uns nur die Frage, was Thais wohl mit den deutschen Steckdosen sollen, aber na ja... ;-) Innerhalb von wenigen Minuten waren wir am Flughafen und gleich am Ausgang der Station liefen wir schön auf ein subway-Restaurant zu! Abendessen! :-) Und das Beste: hier waren die Zweierstuhlreihen erstens gepolstert und zweitens verschiebbar und es waren auch noch ganz zufällig gleich drei davon frei, die wir zu einem feinen kleinen Nest zusammengeschoben haben. So hatten wir ein schönes Nachtlager und tatsächlich neun Stunden Schlaf, bevor wir am Morgen eincheckten. Der Flug nach Abu Dhabi verging wie im Flug (;-)): so ausgeschlafen wie wir waren, konnten wir nämlich gleich mehrere Filme anschauen! :-)

In Abu Dhabi angekommen haben wir unser Mietauto in Empfang genommen und uns gleich auf den Weg nach Dubai gemacht: mitten durch die Wüste, auf einer acht- bis zwölfspurigen Autobahn. Der Hammer... Total irre... Leider gab es keine Tickets mehr für den Burj Khalifa (800m), aber das hatten wir uns ja schon gedacht, schließlich gab's die ja auch auf der Homepage schon nicht mehr. Wir haben uns dann damit begnügt, erneut Fotos vom höchsten Gebäude der Welt zu schießen und die Mall unsicher zu machen. Sie ist übrigens immer noch riesig: mit Eisstadion und allem Möglichen. Da wird einem ganz sicher nicht langweilig. Es war ja Ramadan und als wir vor drei Jahren während des Ramadans da waren, musste Nina ja noch lange Kleidung tragen und in der Öffentlichkeit essen und trinken durfte man unter keinen Umständen, aber mittlerweile scheint das alles anders zu sein. Es waren auch viel mehr Touristen in der Mall als damals und ein paar hatten soooo kurze Sachen an, dass sie eher an den Strand gehörten. Also wirklich, das war echt unverschämt. Inzwischen fordert die Mall mit Schildern ja immerhin schon "nur noch", dass bitte wenigstens die Schultern und Knie bedeckt sein sollen und wir finden, dass man hier wirklich 'mal Respekt zeigen sollte, was auch immer man über Religion denken mag. Also ehrlich 'mal! 

Das Aquarium ist immer noch so spektakulär wie schon vor drei Jahren und solltet ihr zufällig zu viel Geld haben, nehmen wir sehr gerne Spenden für Tauchgänge in diesem Aquarium entgegen! Meldet euch einfach ruhig bei uns! ;-) 

Pünktlich zum Sonnenuntergang ging der größte Springbrunnen der Welt an: mit Musik untermalt spritzten die Fontänen hübsch choreografiert bis zu 150 Meter in die Höhe. Das war echt absolut irre. Ein Spektakel, das wirklich nur mit Superlativen belegt werden kann! Echt mega sehenswert! :-) Deshalb haben wir uns zum Abschied gleich noch so eine Show angesehen, die auch tatsächlich komplett anders war als die zuerst gesehene. :-) 

Auf dem Rückweg nach Abu Dhabi haben wir dann noch schön am Strand mit Blick auf den Burj al Arab gepicknickt und uns darüber gefreut, dass man nach Sonnenuntergang anscheinend auch wieder schwimmen darf. :-) 

Kaum im Flugzeug waren wir so müde, dass wir schon vorm Start eingeschlafen und auch erst zum Frühstück wieder aufgewacht sind. Und so verging auch dieser Flug fast wie im Fluge... ;-) 

Insgesamt war das ein wunderschöner Ausflug nach Dubai, auch wenn wir leider nicht auf den Burj Khalifa konnten! :-) 

Liebe Grüße
Stefan und Nina
































Sonntag, 19. August 2012

Siem Reap

Nachdem wir unseren ersten Tag hier gleich mit der anstrengenden, aber super interessanten Tempeltour verbracht haben, wollten wir die letzten beiden 'richtigen' Tage unseres Urlaubs doch lieber ein wenig entspannter angehen... ;-) Also haben wir an beiden Tagen erst einmal ausgeschlafen und ausgiebig im Hotel hier gefrühstückt: Stefan eine typisch asiatische Frühstücksnudelsuppe und Nina Rührei mit einem Baguette, Butter und Marmelade. Hmmmm, yumm! :-) 
Gestern haben wir uns gegen 10.00 Uhr von unserem Tuk Tuk-Fahrer abholen lassen, der uns zu einer Seide-Farm gebracht hat. Dort bekamen wir Besucherausweise angepinnt und einen Guide an die Seite gestellt, der uns durch die ganze Farm und damit durch alle Produktionsschritte geführt hat. Die Seide hier wird von Würmern gesponnen, die ihren Kokon daraus bauen, um sich darin in Motten verwandeln zu können. Leider zerstören sie den Kokon aber ziemlich, wenn sie als Motten herausschlüpfen, weshalb sie vorher sterben müssen, indem sie in der Sonne liegen. Dann wird der Kokon zuerst in einem 80 Grad Celsius Wasserbad gekocht, um die ungefähr 100 Meter lange rauhe Seide vom Kokon wickeln zu können, danach bei 60 Grad Celsius für die etwa 300 Meter feine Seide. Die übrigen Würmer landen dann anschließend auf der Speisekarte... Bäh! Also nicht auf unserer, das stand schon 'mal fest! ;-) Alle Gebäude, in denen die Würmer gezüchtet werden, stehen auf Stelzen, die jeweils ein kleiner Wassergraben umgibt, damit Ameisen keine Chance haben, ins Gebäude zu gelangen. Clever, oder? :-) 


Den Abend haben wir auf dem Nachtmarkt verbracht, der, bis auf ein paar wirklich interessante Stände, recht langweilig war, weil fast alle das gleiche verkaufen... Trotzdem hat es Spaß gemacht, zwischen den Ständen herumzulaufen und Stefan beim Feilschen zuzusehen. 


Heute haben wir uns im Lotus Dream Spa an der Ecke 'mal so richtig verwöhnen lassen: Stefan hatte eine traditionelle Khmer-Massage und danach eine Fußmassage und Nina eine Aromatherapie-Massage und danach eine Pediküre mit Nagellackauftragen. So hübsche Nägel hatte sie noch nie: sogar mit selbstgemalten Blümchen! Das ist echte Kunst, nicht solche Aufkleber für die Nägel! ;-) Ach, das war entspannend! Und noch dazu für einen guten Zweck: Lyn gibt Kindern von dem Erlös kostenlose Englischstunden, was wir definitiv unterstützungswürdig finden! Also, weitersagen an alle, die ihr kennt: Lotus Dream Spa in Siem Reap. Das ist übrigens nicht das einzige Projekt, das mit dem Erlös finanziert wird und solltet ihr irgendjemanden kennen, der gerne 'mal als freiwilliger Englischlehrer arbeiten möchte: sagt uns Bescheid, wir stellen gerne den Kontakt her. Das ist wirklich eine gute Sache und macht hier definitiv einen großen Unterschied, genauso wie die anderen Projekte, um die sich Lyn kümmert. Bei Interesse, auch an den anderen Projekten, meldet euch bitte bei uns, wir erzählen euch gerne mehr darüber und auch aus Deutschland kann man viel verändern: hier kommt das Geld auch wirklich an!


Gerade haben wir für gerade 'mal 9,00 € insgesamt super viel beim Inder gegessen und gleich wollen wir noch eine letzte Runde über einen der vielen Märkte drehen: Nina hat sich in ein Kleid verliebt, das sie unbedingt haben möchte, auch auf die Gefahr hin, dass ihre breiten Hüften nicht gerade kaschiert werden... ;-)


Liebe Grüße
Stefan und Nina