Freitag, 20. Juli 2012

Banaue

Liebe Leser,

Reisterrassen, Reisterrassen, Reisterrassen... Irre, so ein grün sieht man auch nur, wenn der Reis kurz vorm Ernten steht: so ein herrliches, wunderschönes, kräftiges, saftiges grün! :-) Und die Hänge von Banaue sind voll davon. Schon auf den letzten Kilometern der doch ein bisschen anstrengenden Busfahrt von Manila nach Banaue (ca. 9 Std., über Nacht) konnten wir den Sonnenaufgang über den Bergen von Banaue erleben. Wie das grün strahlt, wenn sich die Sonne langsam ins Tal senkt! :-) An der Busstation angekommen, ging auch alles gleich ganz schnell: von unserem favorisierten Hostel stand schon gleich ein Guide am Bus und hat alle Interessenten eingesammelt und zum Hostel gebracht, das nur etwa 200m entfernt lag und mit einem unfassbar schönen Ausblick auf die Reisterrassen hervorragend überzeugt. Auch der Preis war gut (unser Doppelzimmer hat gerade 'mal 500PHP (ca. 10 Euro) gekostet und war zwar klein, aber dafür sehr sauber. Wir waren auch die einzigen Gäste auf unserem Flur und so hatten wir im Grunde auch so unsere privaten Badezimmer... Und sogar eine heiße Dusche, weil ein netter Amerikaner den Schlüssel einfach wieder zur Rezeption gebracht hat, ohne die Dusche wieder abzuschließen! ;-) Das haben wir erst einmal schamlos ausgenutzt und geduscht, ohne pro warmer Dusche circa einen Euro zu bezahlen. Aber die kalte Dusche war auch wirklich viiiiiiiiel zu kalt! Zumindest für Nina, der bekannten Warmduschliebhaberin. ;-)



Nach dem Ankommen haben wir uns also erst einmal kurz frisch gemacht, hingelegt und danach auf der wunderschönen Terrasse mit unfassbar tollem Ausblick gefrühstückt. Unten an der Rezeption haben schon Guides gewartet und wir haben uns dann einfach einen von ihnen ausgesucht, Jordan, der uns mit einem Tricycle zu den Ausblickspunkten bringen sollte. Jede einzelne dieser Aussichtsplattformen war einfach fantastisch! An einer haben wir sogar Fotos mit einem Ifugao in traditioneller Kleidung machen dürfen. Er hat uns viel erklärt und war sehr lustig. Natürlich waren alle Plattformen überseht von Souvenirgeschäften, aber mittlerweile können wir sehr schnell ungerührt an ihnen vorbeigehen, sodass die Tour leider sehr schnell zu Ende war, obwohl uns Jordan so viel Zeit gegeben hat, wie wir wollten. Er hat uns dann noch empfohlen, ein typisches Dorf zu besuchen. Die Tour hat nur weitere vier Euro gekostet und so fiel uns die Entscheidung nicht sonderlich schwer... ;-) Das "typische Dorf" entpuppte sich zwar als Dorf mit typischen Behausungen (auf Stelzen gebaute Häuser in den Bergen), doch waren diese unbewohnt und eher für Touristenübernachtungen gedacht. Trotzdem war es sehr interessant, sie anzusehen und auch von dort oben war die Aussicht einfach fantastisch, was den Wunsch geweckt hat, auch eine Nacht dort oben in einer solchen Hütte zu verbringen und mit einem solchen Blick den Tag zu beginnen. Die Hütten sind sogar mit Steckdosen und Lampen ausgestattet! Als wir aber den Preis hörten, ebbte unsere Begeisterung dann doch recht schnell wieder ab, obwohl es umgerechnet nur circa 25 Euro waren... ;-)



Wieder im Hostel angekommen verbrachten wir den Rest des Nachmittags im hauseigenen Restaurant und beobachteten, wie der alltägliche Nachmittagsregen samt Gewitter über die Berge gezogen kam. Dank der dicken Wolken erlebten wir aber so einen wunderschönen Sonnenuntergang, wie wir ihn noch nie zuvor gesehen hatten. Fast etwas mystisch war das Farbspiel, das sich da auf den Wolken abgebildet hat. Was für ein Erlebnis! :-)



Wir sind dann recht früh ins Bett und haben auch sehr schnell geschlafen, die Busfahrt war wohl doch anstrengender als gedacht. Stefan ist aber kurz für den Sonnenaufgang aufgestanden, was Nina nicht einmal bemerkt hat, das Schlaftier. ;-)



Heute morgen wollten wir mit einem Jeepney weiter nach Sagada fahren, mussten dann aber leider noch eine Stunde auf weitere Kunden warten und dann noch gut verhandeln, sodass wir bei einem halbwegs guten Preis landeten, obwohl nicht so viele Kunden kamen. Stefan hat es dann aber schließlich geschafft und zudem wurde das Jeepney zu unserer positiven Überraschung noch gegen einen viel komfortableren Minibus getauscht, was uns doch sehr gelegen kam, bei der Reise durch die Berge. So waren wir dann auch viel schneller in Bontoc als eigentlich gedacht (normalerweise ca. 3 Std., wir haben's in ungefähr 100 Minuten geschafft! :-)) Allein der Ausblick während der Reise war jeden gezahlten Penny wert! Irre, wie schön es hier ist! In Bontoc haben wir den Minibus dann gegen ein Jeepney getauscht, dass uns innerhalb von circa 45 Minuten brav hier in Sagada abgeliefert hat. Aber über Sagada dann im nächsten Eintrag mehr. :-)



Insgesamt müssen wir jetzt schon 'mal feststellen, dass uns die Philippinen sehr gut gefallen: jeder spricht Englisch und ist sehr hilfsbereit. Es regnet anscheinen auch nur regelmäßig am Nachmittag, worauf man sich ja einigermaßen gut einstellen kann, wenn man darauf vorbereitet ist und die Landschaft hier auf der Insel Luzon ist einfach traumhaft schön. Die vielen Hunde und Katzen sind zwar noch ein bisschen irritierend, aber auch daran werden wir uns bestimmt wieder schnell gewöhnen können, schließlich ist das in vielen anderen südostasiatischen Ländern nicht anders und die Tiere hier sehen wenigstens alle relativ gesund aus. Also: bisher alles prima! :-)



Liebe Grüße

Stefan und Nina























Kommentare:

  1. Ich bin ja soooo neidisch :( Ihr habt nicht nur super Wetter, zumindest verlauten das die Bilder, sondern seht auch noch so tolle Orte...und unsereins sitzt derweil im verregneten Ruhrgebiet und wartet auf den Beginn seiner Thermodynamik-Teil-Klausur....können wir nicht tauschen? Aber immerhin hab ich auch ab heute Nachmittag (also ca. 23h eurer Zeit) zumindest mal ein bisschen Urlaub, um dann im August den Rest in Angriff zu nehmen :)
    Ich hoffe noch auf etliche weitere Berichte eurerseits, denn dann kann man es hier auch etwas besser ertragen!

    LG der Martin

    P.S.: Ab Morgen glühen dann auch die PS3-Controller so richtig :-P

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    1. Falls es dich tröstet: ich musste auch durch alle diese schrecklichen Klausuren, bevor ich diese tollen Orte besuchen durfte. ;-) Also durchhalten, bald hast du es geschafft! Ach und noch ein Trost: gestern hat es hier auch mal tagsüber geregnet ;-)

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