Mittwoch, 15. August 2012

Angkor Wat

Wie bereits erwähnt, ist das Reisen hier in Kambodscha sehr einfach, weil fast alle Hotels einen Ticketverkauf anbieten. So auch unseres in Phnom Penh, wo wir unsere Bustickets nach Siem Reap buchten. Auch der Transfer vom Hotel zur eigentlichen Busstation ist im Ticketpreis enthalten, genauso wie in Thailand und vielen anderen südostasiatischen Ländern, also war alles gar kein Problem.

Die Busfahrt dauerte ungefähr sechs Stunden und führte uns an wunderschönen Landschaften vorbei: saftiges grün auf den Feldern, geschäftiges Treiben, Wasserbüffel und viele winkende Kinder! :-) So kam uns die Fahrt gar nicht soooo lange vor. In Siem Reap angekommen wurde unser Bus gleich von ewig vielen Tuk Tuk-Fahrern bestürmt, die das Aussteigen fast ein wenig erschwerten. Wir haben einen von ihnen ausgewählt und nach harten Verhandlungen war er bereit, uns für 1$ zu unserm Hotel-Favoriten zu bringen. Bevor wir abfahren konnten, musste er sein Tuk Tuk jedoch noch schnell regendicht machen, ansonsten hätte uns der starke Regen glatt innerhalb von wenigen Sekunden durchnässt. Leider war das Hotel schon ausgebucht, aber Platz zwei auf unserer mentalen Favoritenliste lag gleich gegenüber und hatte auch noch ein Zimmerchen für uns frei. Und was für eins! Soooo schön, für so wenig Geld, fast unfassbar!! :-) Das Essen im angegliederten Restaurant ist auch sehr lecker und so ging der erste Tag hier schnell zu Ende.

Für den nächsten Tag hatten wir uns mit "unserem" Tuk Tuk-Fahrer darauf geeinigt, um 04.30 Uhr loszufahren, um pünktlich für den Sonnenaufgang am Angkor Wat zu sein und er stand auch wirklich absolut überpünktlich vor dem Hotel. Ein bisschen schläfrig aber zum größten Teil sehr aufgeregt machten wir uns also auf den Weg, sowohl den größten Tempel der Welt (Angkor Wat), als auch die umliegenden Tempel anzusehen. Auf der Fahrt hielten wir an einem Ticketcenter, wo wir unsere 20$ (Verwirrend, oder?! Hier spucken die Geldautomaten nur $ aus und alles, was über 1$ kostet, bezahlt man auch in $! Nur kleinere Beträge werden in der Landeswährung, Riel, beglichen...) pro Person und bekamen einen Ausweis mit Foto, den wir an jedem der vielen Tempel vorzeigen mussten. 

Wir haben alles pünktlich geschafft und standen somit inmitten von ungefähr 1000 anderen Touristen mit noch ein bisschen Puffer am Teich, in dem sich die fünf Türme so wunderschön spiegeln (Wir haben ein bisschen bei den großen Reisegruppen mit Guides gelauscht und so unter anderem erfahren, dass der Teich auch in der Trockenzeit immer voll Wasser gepumpt wird, weil die Spiegelung es sei, die die Touristen eigentlich anlocke...). Immerhin ergatterten wir sogar noch einen Sitzplatz in der ersten Reihe und konnten den Sonnenaufgang so in vollen Zügen genießen. Der Sonnenaufgang letztes Jahr am Tempel auf der Insel Java hat uns aber tausend mal besser gefallen und dafür, dass Angkor Wat an sich ja sooooo groß sein soll, waren wir ehrlich gesagt ein bisschen enttäuscht. Das einzige, was diese Enttäuschung ein bisschen mindern konnte, war, dass alles wirklich sehr gut erhalten ist und man so viele der in den Putz gehauenen Reliefbilder wirklich gut erkennen kann. Der Rest Angkor Wats ist aber eher unspektakulär, wenn man schon die Tempel in Thailand, Indonesien und Vietnam gesehen hat. Abgesehen davon ist Nina auch bis jetzt davon überzeugt, dass der Tempel in Indonesien größer ist als Angkor Wat. Es kommt aber wohl vermutlich darauf an, was man so alles in die Messung einbezieht... ;-) Wie auch immer: Angkor Wat ist auf jeden Fall einen Besuch wert, aber die anderen Tempel d'rumherum, Bayon und Ta Phrom zum Beispiel, haben uns viel mehr beeindruckt. Bayon ist der Tempel der Gesichter: von überall her starren einen große Buddha-Gesichter an, so etwas hatten wir noch nie zuvor gesehen! Der Tempel ist sehr gut erhalten und es ist einfach toll, auf den verschiedenen Etagen Erkundungsgänge durchzuführen! Ta Phrom aber ist unserer absoluter Lieblingstempel. Nicht ganz so gut erhalten wie die anderen Tempel hier liegt er mitten im Dschungel und ist überwachsen von großen Bäumen, die mit ihren Wurzeln die Tempelstrukturen zurückerobern. Dieser Tempel ist wirklich beeindruckend!!! Richtig mystisch und mit einer vollkommen eigenen Atmosphäre! Hier haben wir uns definitiv am wohlsten gefühlt. :-) Auf vielfachen Wunsch nach mehr Schafbildern im Blog war es auch auf unserer Tempeltour dabei und wann immer wir es ausgepackt und für ein Foto platziert haben, hat es liebevolle Lächeln kassiert, keine spöttischen Blicke, wie wir zuerst befürchtet hatten. Ein Guide schlug sogar einen weiteren Platz für ein schönes Foto vor, für den wir über einen großen Berg heruntergestürzter Tempelsteine klettern mussten, was wir alleine natürlich nie gemacht hätten. Und tatsächlich: hinter dem Geröllberg war es wunderschön! 
Wir haben auf unserer 10-stündigen Tempeltour noch viele andere tolle Tempel gesehen, aber diese beiden waren wirklich die absoluten Highlights, neben Angkor Wat halt! ;-) Ta Phrom könnt ihr übrigens auch in einem der Tomb Raider Filme bestaunen! Ach, das war ein schöner Tag... Aber auch ein bisschen anstrengend und am Ende waren wir froh, als uns unser Tuk Tuk-Fahrer, der uns brav von Tempel zu Tempel gefahren hatte, wieder an unserem wunderschönen Hotel abgesetzte. Was für ein spannender Tempeltag!!! :-)

Heute haben wir uns eine Seide-Farm und einen der vielen Nachtmärkte angesehen, aber davon im nächsten Post mehr. :-)

Liebe Grüße
Stefan und Nina




























































Kommentare:

  1. Wow einfach Super schöne Bilder! Wahrscheinlich spiegeln sie das erlebte gar nicht wieder. Ich finde es dieses mal auch schön, dass ihr uns auch mal das ein oder andere Bild von euch präsentiert :-) freue mich schon auf mehr davon und vom Schaf :-) Das Schaf auf Reisen :-)....

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  2. Der eine Baum sieht aus wie eine Giraffe - wie lustig :-)

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  3. Ich finde es auch toll, dass mehr Bilder von euch dabei sind. Und ihr wirkt so richtig glücklich und entspannt!

    Und die "Schafbilder" entwickeln sich langsam zu richtigen "Suchbildern" - früher gab es mal Comics in der Fernsehzeitung, da hatte der Zeichner immer eine kleine Maus drin versteckt... irgendwie ist das wie mit dem Schaf auf den Fotos in diesem Beitrag :-)

    Bochum begrüßt euch am Wochenende mit über 30°C...

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